|
Zu den gelungensten
Konstruktionen der Deutschen Reichsbahn zählt die ab 1939 gebauten
Einheits-Güterzuglokomotiven der Baureihe 50.
Bis 1948 wurden 3164
Lokomotiven ausgeliefert, wobei an der Lieferung fast alle europäischen
Lokomotivfabriken beteiligt waren. Zuletzt wurde die Baureihe 50 als
Übergangskriegslokomotive
50 ÜK gebaut.
Nach dem 2. Weltkrieg
wurden bei vielen Lokomotiven Wagner-Windleitbleche durch Windleitbleche der
Bauart Witte ersetzt.
Die Deutsche Bundesbahn
übernahm nach dem 2. Weltkrieg 2159 Lokomotiven der Baureihe 50. Die
DeutscheBundesbahn rüstete bei 735 Lokomotiven den Tender mit einer
Zugführerkabine aus, wobei nur das Kohlenkastenvolumen reduziert werden musste.
Nach Einführung des EDV-Nummern- schemas bei der Deutschen Bundesbahn durfte
die Ordnungsziffer nur noch dreistellig sein, so dass von den insgesamt noch
1452 Lokomotiven die Baureihen 051, 052 und 053 belegt werden mussten. Das bei
der Deutschen Bundesbahn keine 52er Lokomotiven ins EDV-Nummernschema über-
nommen wurden, sind alle 052er demnach Lokomotiven der Baureihe 50
Bei der Deutschen
Reichsbahn in der DDR verblieben nur 350 Stück. Diese wurden zum Teil
modernisiert und als Baureihe 50.35 bezeichnet. In der DDR wurde mit Einführung
des EDV-Nummernschemas keine führende „Null“ vorangestellt und die
Ordnungsnummern durften auch vierstellig sein.
|