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Olaf Hoell

 

 

Baureihe 771 / 772 - Ferkeltaxe
alte Bezeichnungen: DR: BR 171 / 172; VT 2.09

 

BR 771 + 971

BR 772.0 + 972.6

BR 772.1 + 972.7
1. Baujahr:1962 - 196519641969
Hersteller:Waggonbau BautzenWaggonbau BautzenWaggonbau Görlitz
1. Jahr Umbau:199119911994
Umbauer:RAW HalleRAW HalleRAW Halle
Höchstgeschwindigkeit:90 km/h90 km/h90 km/h
Leistung:132 kW132 kW132 kW
Dienstmasse (Tw + Bw):19,3 t + 14,0 t19,4 t + 14,0 t22,1 t + 14,0 t
Länge über Puffer:2 x 13.180 mm2 x 13.180 mm2 x 13.180 mm
Radsatzanordnung:1A + 21A + 21A + 2

 

Für den Personenzugdienst wurden neue Triebwagen benötigt, so dass man mit dem Bau von Leichtverbrennungstriebwagen (LVT) begann. Die Baureihe 771 wurde noch mit Einfachsteuerung geliefert, ein gemeinsames Fahren von mehreren Triebwagen war nicht möglich Äußerlich wiesen diese LVT bis zur Ordnungsnummer 032 runde Eckfenster und eine Mittelscheibe an der Front auf. Danach folgten 3 Scheiben für die Front und Seitenfenster. In den 90er Jahren wurden im Ausbesserungswerk Halle einige Beiwagen zu Motorwagen umgebaut und mit der Ordnungsziffer ab 300 bezeichnet (772 3xx).

Mit Bau der BR 772 (ex DR 172 / bis 1970 VT 2.09) erfolgte der Einbau einer Vielfachsteuerung, so dass mehrere Triebwagen gemeinsam gefahren werden konnten und in den Beiwagen ein dritter Führerstand das Umsetzen an den Endbahnhöfen erübrigte. Lediglich das Starten des Dieselmotors war nicht vom Beiwagen aus möglich.

Die rote Original-Farbgebung verhalf diesem Fahrzeug zu seinem Namen "Ferkeltaxe" oder "Blutblase". Eingesetzt wurde dieser Triebwagen auch als Eiltriebwagen (!).

Nach 1990 erfolgte teilweise noch eine Modernisierung, wobei die Führerstände eine Abtrennung zum Fahrgastraum erhielten. Die Neuanschaffung von modernen Triebwagen der BR 628 und 646 drängte diese Baureihe immer weiter ins Abseits. Einige Fahrzeuge wurden nach Kuba verkauft, weitere wurden nach Rumänien abgegeben. Der Regeleinsatz endete bei der DBAG 2004.

Bei der DBAG sind 2 Fahrzeuge wieder im Einsatz, welche bei der DBAG-Tochter Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn für Sonderfahrten zur Verfügung stehen und bei Ausfall der Regel-Triebwagen einspringen. Die beiden Triebwagen sind im alten DR-rot lackiert.



Die "Ferkeltaxe" der ersten Generation im Originalzustand:

171 012 in Haldensleben am 27.02.1982 mit runden Eckfrontscheiben
und großer Frontscheibe Foto: Gerard van den Hoven – Slg. O. Hoell

171 012 - Ferkeltaxe - Schienenbus


Die "Ferkeltaxe" im Originalzustand:

172 142 im April 1987 in Liebenwalde - Foto: Olaf Hoell

172 142


172 142 am 01.02.1988 im
Hp Sandberge (Liebenwalde)
Foto: Olaf Hoell

172 142 - Baureihe 772

172 142 am 01.02.1988
bei Liebenwalde
Foto: Olaf Hoell
 
172 142 - Baureihe 772

172 142 am 15.08.1987 im Bw Pankow - Foto: Olaf Hoell

172 142 - Baureihe 772          172 142 - Baureihe 772


Die "Ferkeltaxe" modernisiert:

772 129 am 27.03.1996 in Oranienburg - Foto: Olaf Hoell

772 129 - modernisiert          772 129 - modernisiert

772 129 - modernisiert          772 129 - modernisiert


Die "Ferkeltaxe" als Museumsfahrzeug 172 001 + 172 601

Das Museumsfahrzeug 172 001 + 172 601 ist ein "Sonderling".

Äußerlich in der Farbgebung der Deutschen Reichsbahn handelt es sich aber um ein modernisiertes Fahrzeug. Der Führerstand ist jedoch noch in Holzausführung, verfügt aber bereits über die Abtrennung zum Fahrgastraum. Der Fahrgastraum entspricht den modernisierten Fahrzeugen. Auch der Motor wurde ausgetauscht. Von außen sichtbar ist die Moderniseirung durch die großen Fenster ohne Lüftungsklappen und die Seitenfenster der Führerstände, welche jetzt zum Öffnen sind.

Das Museumsfahrzeug 172 001 + 172 601 am 31.08.2008 im Sonderzugdienst als Pendel von Rheinsberg zum ehemaligem KKW Rheinsberg (Strecke des ehemaligen "Atomexpress")
Fotos: Olaf Hoell

172 001 (Tw) mit 172 601 (Stw)     172 001 (Tw) mit 172 601 (Stw)     172 001 (Tw) mit 172 601 (Stw)

172 001 (Tw) mit 172 601 (Stw)     172 001 (Tw) mit 172 601 (Stw)     172 001 (Tw) mit 172 601 (Stw)


© 2008 - Olaf Hoell

 

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