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Um auf dem
Streckennetz der deutschen Bundesbahn die Dampflokomotiven abzulösen wurde eine
leistungsfähige Diesellokomotive benötigt. 1953 stellte Krauss-Maffai 5
Vorserienlokomotiven vor. Die Serienlieferung begann 1956 und umfasste 81
Lokomotiven, so dass mit der Lieferung der V 200 086 im Jahre 1958 insgesamt 86
Lokomotiven dieser Baureihe zur Verfügung standen, von denen 20 Stück bei MaK
gebaut wurden und alle anderen von Krauss-Maffai kamen. Die Lokomotiven sind
mit einer Zwei-Maschinen-Anlage ausgerüstet und können im Notfall mit einem
Aggregat mit verminderter Leistung fahren
Die im
Design der 60er Jahre gestalteten Lokomotiven wurden im Schnellzugverkehr
eingesetzt. Mit fortschreitender Elektrifizierung jedoch „mussten“ diese
Diesellokomotiven sich mit Leistungen im Nebenbahnbetrieb bis hin zum
Güterverkehr begnügen.
1960 erhielt Krauss-Maffai den
Auftrag eine leistungsstärkere Variante, welche als V 200.1 bezeichnet wurde,
zu bauen. Die Lieferung erfolgte von 1962–1965 und umfasste 50 Lokomotiven.
1968 wurde
die V 200.0 in die Baureihe 220 und die leistungsstärkere V 200.1 in die Baureihe
221 umgezeichnet.
Nach der
Ausmusterung der Lokomotiven wurden diese an Privatbahnen und ins Ausland
verkauft. Einige Lokomotiven wurden als Museumsloks von Vereinen und dem
DB-Museum in Nürnberg übernommen. Die Vorserienlok V 200 002 ist beim Brand im
Lokschuppen des Verkehrsmuseums Nürnberg am 17. Oktober 2005 verbrannt. Die
Fränkische Museumseisenbahn besitzt die V 200 001, welche jedoch nicht
öffentlich zugänglich ist.
In den
Mittelpunkt der Eisenbahninteressierten gelangte die Baureihe 221 (V 200.1)
nochmals im Jahre 2002, als die Prignitzer Eisenbahn GmbH (PEG) 20 Lokomotiven
zum Teil in einem sehr stark desolatem zustand aus Griechenland zurückholte.
Hauptgedanke war seinerzeit, kostengünstig an leistungsfähige Lokomotiven
heranzukommen, um auf dem sich frei gestaltenden Schienverkehrsmarkt in
Deutschland mithalten zu können. Die Baureihe 221 besaß bereits aus
Bundesbahn-Zeiten eine Bauartzulassung. Im PEG-eigenen Werk wurden die
Lokomotiven schrittweise wieder aufgearbeitet und an Interessenten verkauft.
Der Einsatz bei der PEG unterblieb, da mit Übernahme der PEG durch den
ARRIVA-Konzern der Güterverkehr zurückging. Den Großteil der PEG-Cargo-Leistungen
hat heute die Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) übernommen.
Da bei der
Deutschen Bundesbahn alle Lokomotiven der Baureihe 220 (V 200.0) bereits
ausgemustert waren, wurde die Baureihe 220 nach der Wiedervereinigung
Deutschlands durch die V 200 (DR-BR 120 - Taigatrommel) der Deutschen
Reichsbahn zum zweitenmal belegt.
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