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Für
den mittelschweren Rangierdienst bei der Deutschen Reichsbahn (DDR)
wurden zur Ablösung der alten Dampfloks und dem Anstieg des
Rangieraufkommens neue Diesellokomotiven benötigt.
Der
Lokomotivbau „Karl Marx“ in Babelsberg (LKM) entwickelte 1955 die
V 60 mit Mittelführerstand und asymmetrischen Vorbauten. 1959 wurden
mit der V 60 1001 und V 60 1002 die Baumuster vorgestellt. 1961 folge
dann eine Kleinserie mit V 60 1003 bis V 60 1007.
1964
begann die Fertigung von 170 Lokomotiven der Baureihe V 60.0-1,
welche 1964 endete. Obwohl die Lokomotive zufriedenstellende
Leistungen zeigt, wurde sie leicht überarbeitet und ab 1964 mit V 60
1201 jetzt beim LEW „Hans Beimler“ in Hennigsdorf gefertigt.
Neben einer Anhebung der Achsfahrmasse auf 15 t und durch Einbau
eines Ballastgewichtes Anhebung der Fahrzeugmasse von 55 t auf 60 t
waren optisch vor allem als Unterschied sichtbar:
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Führerhaus
über die gesamte Fahrzeugbreite
Schutzdach
seitlich und über den Stirnseiten des Führerhausdaches hinaus
Spitzensignal
am Vorbau über den Scheinwerfern
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Als1975 mit Auslieferung der 106 999 die Baureihe belegt war, wurde mit
der Baureihe 105 fortgefahren. Eine Bezeichnung als 107 schied aus,
da diese Baureihe bereits mit importierten Lokomotiven aus der
damaligen CSSR belegt war.
Für
den Fährhafen in Mukran/Rügen wurden 1987 insgesamt 12 Lokomotiven
der letzten Bauserien auf die russische Breitspur (1.500 mm)
umgebaut und mit einer Mittelpufferkupplung versehen. Diese
Lokomotiven behielten Ihre Bezeichnung bei, wurden aber ab 1992 in
die Baureihe 347 umgezeichnet bei Beibehaltung der alten
Ordnungsziffer.
Ab
1991 folgte dann eine Modernisierung der Lokomotiven durch das RAW
Chemnitz mit dem ziel, Kraftstoff einzusparen. Dafür wurde die
Variante eines gedrosselten Motors gewählt. Nach dem Zusammenschluss
beider deutscher Bahnverwaltungen 1994 wurde die als 104 (ab 1992: BR
344) bezeichnete Baureihe mit nur 81 Lokomotiven als erste
ausgemustert.
Einige
Lokomotiven erhielten zu Lehr- und Prüfzwecken Dachstromabnehmer,
welche jedoch nicht stromführend waren.
Wegen
der orangen Farbgebung erhielt diese Lok in der DDR den Spitznamen
"Goldbroiler" (ein typischer DDR-Begriff, heute nennt man
so etwas Brathähnchen)
Insgesamt
wurden 1.135 Lokomotiven der Baureihe V 60 der DDR an die deutsche
Reichsbahn ausgeliefert und mit insgesamt 2.256 Stück ist diese
Lokomotivbauart eine der meist gebauten europäischen Regelspurloks.
Neben der Lieferung an Werkbahnen in der DDR wurde diese auch ins
Ausland exportiert, darunter nach Bulgarien, Ägypten, Algerien und
die damalige CSSR.
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