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Für den
Antrieb der Grabenräumeinheiten (GRE) bei der Deutschen Reichsbahn wurden 10
Lokomotiven der Baureihe 110 der Deutschen Reichsbahn (DBAG 201) in
Zusammenarbeit mit der damaligen Tschechoslowakischen Staatsbahn (CSD – hier
als Baureihe T 476.1 bezeichnet) mit einem Nebenantrieb versehen. Über einem
einseitig am längeren Vorbau angebrachten Antriebsflansch konnte die
Grabenräumeinheit angetrieben werden. Die Antriebsleistung für den Nebenantrieb
betrug 300 kW und die kleinste Dauerfahrgeschwindigkeit betrug 0,1 bis 7,0 km/h.
Während des Einsatzes als Antrieb für die Grabeneinheiten wurden die Puffer und
die Schraubenkupplung entfernt und durch eine Verbindungsbrücke für die
Übertragung des Antriebes ersetzt.
Die bei der
DR als Baureihe 110.9 bezeichnete Lokomotive verfügte über keine Zugheizung.
Während Instandhaltungsarbeiten an der Grabenräumeinheit konnte die 100 km/h
schnelle Lokomotive jedoch im Güterzug und Sommer-Reisezugdienst eingesetzt
werden.
1992 in
Baureihe 710 umgezeichnet wurde der Nebenantrieb später entfernt und die
Lokomotiven an private Gleisbauunternehmen verkauft.
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