| Der zuständige Fachausschuss der Deutschen
Bundesbahn beschloss
1950 die
Beschaffung zweier Grundtypen von E-Loks als Einheitslokomotiven. Als Verbesserung
für die Triebfahrzeugführer sollten diese
Lokomotiven im Gegensatz zur bisherigen Praxis im Sitzen
gefahren werden.
1952 lieferten die Lokomotivbauer der Bundesrepublik 5 Baumuster, die E 10
001 bis 005, welche alle zwischen 1975 und 1979 ausgemustert
wurden. (Die andere gelieferte Baureihe ist die E 40.)
Die ersten Serienloks der Baureihe E 10 mit den Ordnungsnummern ab
101 aufwärts (sie werden heute entsprechend als Baureihe E 10.1
/ 110.1 bezeichnet) wurden ab 1956 geliefert.
1962, 1965 und 1968 wurden 31 Lokomotiven aus dem
Nummernsystem (ab Nummer E 10 265) herausgenommen und
mit einem neuem Lokkasten (Bügelfaltenkasten) als
E 10.12 bezeichnet, der späteren BR 112. Im Zusammenhang
mit der Deutschen Einheit und der Vereinheitlichung
der Triebfahrzeugnummern beider Bahnverwaltungen (DR
und DB) wurden 1991 die 112 485 - 112 504 (mit E 10
- Seriendrehgestellen) in 114 und später in
110 485 bis 110 504 umgezeichnet und die Höchstgeschwindigkeit
auf 140 km/h begrenzt.. Die Baureihe 114 wurde
neu mit der ersten Bauserie der DR-Lok 112.0 (DR alt:
212.0) belegt. Die restlichen 112er wurden nach einer
Überholung wieder für 160 km7h zugelassen
und in die Baureihe 113 umgezeichnet.
Ab E 10 288 wurde der
neue Lokkasten (mit "Bügelfalte") der E 10.12 / BR 112 auch bei den normalen E 10 verwendet,
zur Unterscheidung wurden diese Loks dann als E 10.3
/ BR 110.3 bezeichnet
1985 wurde als Ersatz für die verunfallte 110
477 die 139 134 in die 110 511 umgebaut. Diese 110er
dient heute dem Bahnwerk Dessau als Ersatz- und Leihlok
für zur Reparatur/Instandsetzung abgegebene Lokomotiven.
20 Lokomotiven der Baureihen 110 und 113 wurden von
DB Regio an DB AutoZug abgegeben und aus buchhalterischen
Gründen in die Baureihe 115 umgezeichnet. Diese
Maschinen sind in Berlin-Rummelsburg stationiert und
damit die erste in "Ostdeutschland" stationierte
Baureihe mit "Westloks".
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