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Für die in den zwanziger
Jahren elektrifizierten Strecken wurden neue Lokomotiven benötigt. Das unter
dem Einfluss von W. Wechmann entstandene E-Lok-Typenprogramm sah für den
bayrischen und mitteldeutschen Raum eine 1'BB1' gekuppelte Lokomotive mit der
Bezeichnung EG 3 vor. Der Verzicht auf Baumuster stellte sich schnell als
Fehler heraus. Der dreiteilige Rahmen führte zu einem einnicken der
Drehgestelle. Da Nachbesserungen keine Verbesserung bewirkten, erfolgte eine
Neukonstruktion mit einteiligem Rahmen, welche als E 75 in den Dienst gestellt
wurde.
Äußerlich
aufgearbeitet ist heute die E 77 10 des Verkehrsmuseum Dresden erhalten. Bereits
zu DDR-Zeiten wurde diese Lok als Museumslokomotive erhalten und erhielt als
EDV-gerechte Nummer die Bezeichnung 204 710. Die EDV-Bezeichnung 204 war
eigentlich nur für Baureihe E 04 bestimmt. Jedoch wurde das Einzelexemplar in dieser
Baureihe erfasst und mit der Ordnungsziffer 710 als „Unterbaureihe“
gekennzeichnet.
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