Diesellokomotiven - UIC-Bauart 98
Baureihe 321 - 324 / Kö II
UIC-Baureihe
DBAG-Baureihe
DB-Baureihe |
98 80 3321 / 98 80 3322
321 / 322
Köf II / 321 / 322 |
98 80 3323 - 98 80 3324
323 - 324
Köf
II / 323 - 324 |
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Baujahre: |
1930 - 1944 |
1948 - 1965 |
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Hersteller: |
Deutz, Gmeinder,
Jung, O&K,
Krupp, Henschel u.a. |
Deutz, Gmeinder, Jung, O&K |
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Höchstgeschwindigkeit: |
30 km/h |
45 km/h |
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Leistung: |
40 - 110 kW |
94 kW |
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Dienstmasse: |
17,0 |
17,0 t |
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Länge über Puffer: |
6.450 mm |
6.450 mm |
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Radsatzanordnung: |
B |
B |
Die Kleinlokomotiven
der Leistungsgruppe II wurden für leichte
Rangieraufgaben entwickelt.
Nach der Lieferung
von Baumustern 1930 und dem Bestreben, aus den 65
Vorserienloks eine einheitliche Bauform zu
entwickeln, wurde unter
Führung der Firma Orenstein & Koppel die
Arbeitsgemeinschaft
für Motor-Kleinlokomotiven gegründet. An dieser
Arbeitsgruppe waren
neben Orenstein & Koppel die Firmen BMAG, Deutz,
Jung und
Krauss-Maffei beteiligt.
Sie
wurden ab 1932 bei der Reichsbahn in Dienst gestellt
und auf kleinen Bahnhöfen im leichten Verschub-
und Rangierdienst eingesetzt.
Als
Antrieb kamen 3 Motoren in Frage:
| Ka / Ks |
Akku-
bzw. Speicherlokomotiven |
| Kö / Köf /
Köe |
Lokomotive mit
Dieselmotor
(Schweröl) |
| Kb / Kbf /
Kbe |
Lokomotive mit Benzolmotor |
Der
3. Buchstabe bezeichnete dabei die Getriebeart:
| kein
Buchstabe |
Schaltgetriebe |
| f |
Flüssigkeitsgetriebe |
| e |
elektrische
Fahrmotoren,
die
durch einen dem Motor nachgeschalteten
Generator gespeist wurden |
Um
die Lokomotive für Instandsetzungsarbeiten überführen
zu können, wurde
ein kleines Profil gewählt, wodurch diese auf Flachwagen
verladen werden konnten. Das tief liegende Führerhaus mit
seinen tiefen Türen
ermöglichte ein schnelles Ein- und Aussteigen für den
Rangierer bzw.
den „Kleinlokbediener“
Nach 1945
wurden für die Deutsche Bundesbahn noch über 700
Stück neu gebaut bzw.
umgebaut. Die Kö II der DB wurden ab 1968 als
Baureihe 321 – 324 bzw. 381 – 382
(Akkuloks) bezeichnet.
Die Kö II
wurden anfänglich nur durch die Kraft des Lokführers
mit dem Bremspedal
angehalten. Diese erhielten bei der DB ab 1968 die
Bezeichnung 321, jedoch lief
von 1967 bis 1974 bereits der Umbau auf
Druckluftbremse. Die Lokomotiven
erhielten dazu später vor dem Führerhaus quer
liegende Druckluftbehälter mit
eigenständiger Bremsanlage und wurden als Baureihe
322 - 324 bezeichnet.
Die
Lokomotiven der Baureihe 323 erhielten neben der
Druckluftbremsanlage auch
ein geändertes Getriebe, so dass die Höchstgeschwindigkeit
von 30 km/h auf 45 km/h
erhöht werden konnte. Ursprünglich war man davon
ausgegangen, dass die Baureihe
323 durch die Umbauten komplett belegt werden würde,
so dass man weitere in die
Baureihe 324 eingliederte. Jedoch hätte durch ein
konsequentes Vergeben der
Ordnungsnummern ohne Lücken die Nutzung einer
weiteren Baureihenbezeichnung
vermieden werden können.
Heute sind
alle Lokomotiven bei der DBAG ausgemustert, jedoch
sind einige bei Museumseisenbahnen
noch im Einsatz.
DBAG - Baureihe 321
Eine Kö II der DB
(spätere Baureihe 321) um 1960 im Bahnhof Nagold - Fotos:
unbekannt - Sammlung Olaf Hoell

DBAG
- Baureihe 322
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Eine Kö II der DB (Baureihe 322)
um 1970 im Bahnhof Nagold
Foto: unbekannt - Sammlung Olaf Hoell

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322 128 in Glauburg
als Foto-Sonderzug am 22.04.2006
Foto: Ralph Mildner – Sammlung Olaf Hoell

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Köf 4280 (322 605)
der Berliner Eisenbahnfreunde in Berlin-Waldstraße im
Jahre 1994
bis 1996 war auf dem Gelände der Reinickendorfer
Industriebahn (RIB) der Vereinsstützpunkt
Fotos: Olaf Hoell


Köf 4280 (322 605)
der Berliner Eisenbahnfreunde im Bw Basdorf am
29.05.2014
seit 1997 ist der Verein in einem Teil des Bw Basdorf
auf dem Gelände
der Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB) eingezogen -
Fotos: Olaf Hoell

DBAG - Baureihe 323 - 324
Lok Seehafen Kiel 16 (323 143) in Kiel-Hafen am 07.10.1995 – Foto: Olaf Hoell

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