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Diesellokomotiven - UIC-Bauart 92

Baureihe 228 / DR V 180

4-achsige Variante:

UIC-Baureihe
DBAG-Baureihe
DR-Baureihe
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V 180.0 / 118.0
92 80 1228.1
228.1
V 180.1 / 118.1
92 80 1228.5
228.5
V 180.5 / 118.5
Baujahre: 1960 / 1962 - 1965 1965 - 1967  
Umbaujahre:     ab 1980
Hersteller: LKM Babelsberg LKM Babelsberg LKM Babelsberg
Umbauer:     RAW Karl-Marx-Stadt
(heute Chemnitz)
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h 120 km/h 120 km/h
Leistung: 2 x 662 kW 2 x 736 kW 2 x 736 kW
Dienstmasse: 78,0 t 78,0 t 80,0 t
Länge über Puffer: 19.460 mm 19.460 mm 19.460 mm
Radsatzanordnung: B'B' B'B' B'B'

6-achsige Variante:

UIC-Baureihe
DBAG-Baureihe
DR-Baureihe
92 80 1228 202
228 202
V 240 001 / 118 202
92 80 1228.2-4
228.2-4
V 180.2-4 / 118.2-4
92 80 1228.6-8
228.6-8
V 180.6-9 / 118.6-8
Baujahre: 1965 (an DR 1971) 1964 / 1966 - 1970  
Umbaujahre:     ab 1972
Hersteller: LKM Babelsberg LKM Babelsberg LKM Babelsberg
Umbauer:     RAW Karl-Marx-Stadt
(heute Chemnitz) 
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h 120 km/h 120 km/h
Leistung: 2 x 883 kW 2 x 736 kW 2 x 883 kW
Dienstmasse: 92,0 90,0 t 92,0 t
Länge über Puffer: 19.460 mm 19.460 mm 19.460 mm
Radsatzanordnung: C'C' C'C' C'C'

Um die Dampflokära bei der Deutschen Reichsbahn zu beenden, beschloss die DDR 1959 die Entwicklung einer Großdiesellok.

Der VEB Lokomotivbau „Karl Marx“ Babelsberg (LKM) stellte 1960 die beiden Baumuster V 180 001 und V 180 002 vor. Die beiden Baumusterlokomotiven wurden durch die VES-M Halle ausgiebig getestet. 1962 wurden zwei weitere Vorserienlokomotiven, V 180 003 und V 180 004 (später BR 118.0/DR) geliefert. Diese hatten schon die für die Serie typische Front von 2 Scheiben anstelle der 3 Scheiben der ersten beiden Loks. Während in den ersten beiden Baumustern noch das Strömungsgetriebe von der Firma Voith-Heidenheim und die elektrische Ausrüstung von BBC stammte, waren bei den letzten beiden Baumustern bereits Strömungsgetriebe der Fa. Voith-St. Pölten eingebaut und die elektrische Ausrüstung stammte vom VEB Lokomotivbau-Elektrotechnische Werke „Hans Beimler“ Hennigsdorf (LEW).

Ab 1963 folgten die Vorserie und die ersten Serienlokomotiven der Baureihe V 180.0, welche als 4-achsige Variante eine Leistung von 2 x 662 kW (900 PS) hatte. Da die Lokomotiven über 2 Motoren verfügten, konnten diese bei Ausfall eines Motors trotzdem, wenn auch mit verringerter Leistung, weiterfahren. Bis 1965 folgten weitere 78 Lokomotiven. Die beiden Baumuster V 180 001 und V 180 002 hatte die Deutschen Reichsbahn nicht übernommen, so dass insgesamt 85 Lokomotiven dieser Unterbaureihe an die DR geliefert wurden. Die beiden Baumuster wurden 1965 durch LKM verschrottet. Auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1965 stellte LKM die spätere V 180 059 mit blendfreier Front aus Glasfaserkunststoff vor und bezeichnete sie als V 200 1001. Obwohl in die Reihe V 180.0 eingereiht, war es die V 200 1001 die erste Lok mit serienmäßig 2 Motoren mit jeweils1000 PS, daher auch die ursprüngliche Bezeichnung als V 200

Ab 1965 wurden stärkere Motoren mit einer Leistung von je 736 kW (1.000 PS) eingebaut und die Lokomotiven als V 180.1 (später BR 118.1/DR) bezeichnet. Auch bei dieser Unterbaureihe wurde die V 180 131 mit einer blendfreien Front aus Glasfaserkunststoff auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1966 als V 200 117 vorgestellt. Ab 1981 wurden auch Lokomotiven der jetzigen DR-Baureihe 118.0 mit dem stärkeren Motor nachgerüstet und unter Beibehaltung der Ordnungsnummer als BR 118.5 bei der DR umgezeichnet.

Zur Senkung der Achslast und um diese Großdiesellokomotiven auch auf Nebenbahnen einsetzen zu können, stellte 1964 LKM mit der V 180 201 das 6-achsige Baumuster der späteren Unterbaureihe V 180.2 bzw. 118.2 der DR vor. 1966 folgte die Lieferung der Serie ab V 180 204 (118 204) bis V 180 399 im Jahre 1970. Die letzten 6 Lokomotiven wurden 1971 bereits mit EDV-Nummer als BR 118 400 – 118 406 ausgeliefert.

1967 wurde die V 180 203 (spätere 118 203) mit blendfreier Front in Glasfaserkunststoff in Dienst gestellt. Nur die 6-achsige 118 203 wurde 1979 infolge eines Unfallschadens in die Normalausführung umgebaut und heute betriebsfähig als 228 203 bei der PRESS erhalten. Die beiden anderen Loks mit Gfk-Kanzeln wurden 1985 (118 059 im Raw Karl-Marx-Stadt) bzw. im Oktober 1989 (118 131 im Bw Güstrow) zerlegt.

Bereits 1964 stellte LKM die Lokomotive V 240 001 mit einer Leistung von 2 x 883 kW (= 2 x 1.200 PS) und einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h vor. Nach einer Anpassung an die Serie der Baureihe 118.2-4, jedoch mit den stärkeren 2 x 883 kW-Dieselmotoren, aber mit nur 120 km/h Höchstgeschwindigkeit, wurde die V 240 001 in 118 202 umgezeichnet – eine V 180 202 gab es nicht bei der Deutschen Reichsbahn!

Da bereits feststand, dass Großdiesellokomotiven im Rahmen des RGW aus der UdSSR bezogen werden (V 200 und V 300 der DR) unterblieb der Bau von Lokomotiven der Baureihe V 240. Jedoch wurden später Lokomotiven der Baureihe 118.2-4 mit den stärkeren 883 kW-Motoren umgerüstet und als BR 118.6-8 bezeichnet (die erste Ziffer der Ordnungszahl wurde um 400 erhöht).

Waren am Anfang der Lieferung noch Bauteile aus westlicher Produktion genutzt worden, so wurde während der Produktion rasch auf Bauteile aus volkseigener DDR-Produktion umgestellt.

Als Besonderheit sei noch erwähnt, dass für Versuchszwecke die Lokomotiven 118 625 und 118 805 mit zwei Dieselmotoren von je 1.104 kW (= 2 x 1.500 PS) ausgerüstet wurden.

Nach der Wiedervereinigung und dem damit verbundenen Rückgang des Einsatzgebietes verschwand diese typische DDR-Lokomotive relativ schnell aus dem Plandienst. In Baureihe 228 umgezeichnet war der letzte Einsatz bei der Deutschen Bahn AG schon 1995. Heute sind einige dieser schönen Dieselloks bei Privatbahnen und Vereinen im Einsatz.

Als „ungeliebter“ Nachfolger wurde ab 1976 die Baureihe 119 (DBAG 219) aus Rumänien importiert.


Traditionslok V 180 005 in Potsdam
im September 1988
Fotos: Olaf Hoell

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V 180 032 holt einen Interzonenzug
in Hof-Hbf am 28.08.1966 ab
Foto: D. Birnstein – Slg. O. Hoell

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118 075 der Deutsche Reichsbahn vom Technik-Museum Berlin am 07.07.2011 bzw. 11.09.2011
Fotos: Olaf Hoell

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118 256 in Dresden im September 1984
Foto: Olaf Hoell
 

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118 131 mit Kunststoff-Front
in Rostock-Bramow 1988
Repro: Postkarte / J.Hartmann – SLG O. Hoell

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118 632 in Görlitz am 10.10.1987
Foto: unbekannt – Slg. O. Hoell

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228 610 in Wustermark am 28.04.1993
Foto: Ludwig Walter – Slg. O. Hoell

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228 693 in Götz am 19.02.1994
Foto: Rene Guther – Slg. O. Hoell

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228 766 in Altenbeken im Juli 1993
Foto: unbekannt – Slg. O. Hoell

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Eine der beiden Loks der Baureihe 228.6 der D & D Eisenbahngesellschaft mbh
in Berlin-Westhafen am 21.03.2006 – Fotos: Olaf Hoell

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V 180 392 (228 792) der Uwe Adam EVU GmbH in Oranienburg am 12.09.2003
Fotos: Olaf Hoell

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Traditionslokomotive V 240 001 in Dresden-Altstadt am 18.05.1996
Foto: unbekannt – Slg. O. Hoell

V 240 der DR - www.bahn-galerie.de


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